Das erste Kinderbuch der Autorinnen Maja Quaas und Marlene Hofmann “Ein Fall für Posti und Stein – Der Ritter, der keine Ruhe fand” wurde in Zusammenarbeit mit dem Museum Burg Posterstein, Thüringen veröffentlicht.
Das rosarote Gespenst Posti und der dicke Drache Stein sind die guten Geister der Burg Posterstein. Ihre Hauptbeschäftigung liegt darin, durch die alten Gemäuer zu spuken und gelegentlich Besucher zu erschrecken. – Doch eines Tages stellen sie fest, dass sie nicht die einzigen Geister in der Burg sind. Die Ritterrüstung beginnt plötzlich zu randalieren und aus dem Turm ertönt ein lautes Weinen. Als die beiden Gespenster die Sache genauer unter die Lupe nehmen, kommen sie einem Geheimnis auf die Spur.
Das vom Museum Burg Posterstein herausgegebene Kinderbuch ist eine lustige Mischung aus Krimi, Ritter- und Geistergeschichte. Spannend und voller Spaß an ihrem detektivischen Dasein vermitteln Posti und Stein (jungen und älteren) Lesern ganz nebenbei auch regionale Geschichte.
Das Kinderbuch kann hier bestellt werden sowie im Museum Burg Posterstein, Thüringen, gekauft werden.
Eine exklusive Leseprobe gibt es hier:
1 – Der Ritter erwacht
Krach. Es schepperte und donnerte so laut wie noch nie in
der Halle der Burg Posterstein. Alles war finster und dun-
kel. Der Museumsdirektor hatte schon vor Stunden alle Tü-
ren abgeschlossen, die Lichter gelöscht und die Alarmanlage
aktiviert. Die alte Turmuhr schlug gerade Eins und draußen
stürmte ein kalter Winterwind. Diesen Sonntag vor dem ers-
ten Advent nannten die Menschen auch Ewigkeitssonntag
oder Totensonntag. In diesem Moment zersplitterte die Glas-
scheibe einer Museumsvitrine* , weil die Faust eines Ritters
sie zerschlug. Die Ritterrüstung, die seit Jahren unberührt in
der großen Vitrine neben eisernen Schwertern und Lanzen
gestanden hatte, bewegte sich. Der Helm drehte sich zuerst
nach links, dann nach rechts. Es quietschte etwas, als sich das
bepanzerte Bein hob, um aus der Vitrine zu steigen. Die Rüs-
tung war lange nicht bewegt worden, alle Glieder schienen
eingerostet. Noch mehr Glasscherben rieselten zu Boden. Der
letzte Ritter, der diese Rüstung getragen hatte, lag schon seit
Jahrhunderten unter der Erde.
